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Umwege nach Edo

Knackiges Blättergrün empfing uns gestern zur Skizzensafari „Reise nach Edo“. Der Titel war natürlich sprichwörtlich zu begreifen: Nicht Edo (das japanische Pendant zu Florenz im alten Europa als Pilgerstätte der Künstler) war das Ziel, sondern der symbolische Weg dorthin. Martin lockte uns mit seinen Aufgaben gezielt aus unserer Komfortzone: „Flächen zuerst“ hieß es zum Beispiel oder „keine einzelnen Blätter zeichnen“.

Dabei half uns als kleines Hilfsmittel ein Foto-Diarahmen mit eingefärbten Glas. Ein Blick durch diesen verstärkt die Kontrastwahrnehmung und vereinfachte es uns, uns ganz auf die Flächen zu fokussieren.

Und dann erreichten wir tatsächlich doch noch Edo. Zumindest erinnerten die flachen weißen Mauern im Apothekergarten in ihrer Architektur an klassische japanische Tsuchibei-Mauern.

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Flower-Trading-Cards

Zehntausend Pflanzenarten gibt es im Loki-Schmidt-Garten in Klein Flottbek und die Mohnblume war unser Star des Tages. Unsere Aufgabe an diesem schönen Ort: Zeichnen auf kleinem Format. Nicht streng naturalistisch, sondern grafisch ansprechend. Also haben wir die Wachsmaler, Filzstifte und Wasserfarbe freigelassen:

Und das war erst der Anfang: Anschließend gingen wir daran, Sammelkarten zu zeichnen, um sie untereinander zu tauschen. Da das ziemlich viel Arbeit war, haben wir es leider versäumt, den Prozess fotografisch zu dokumentieren.

Aber immerhin konnten wir zwei Sammlungen zu Hause ablichten, um sie hier zu zeigen. Wer erkennt seine Karte wieder?

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Im Großstadtdschungel

Der Zoobesuch lässt sich sparen. Auch eine Fernreise ist nicht nötig, um den Tieren der Welt zu begegnen. Sie sind bereits unter uns – dort, wo wir sie am wenigsten erwarten: in der Hamburger Altstadt.

Unsere Skizzensafari beginnt im Levantehaus, wo wir die Tiere in den naturgetreuen Friesen des Bildhauers Barry Baldwin abzeichnen. Auch eine Filiale der Firma Steiff bietet reichlich flauschiges Anschauungsmaterial.

Wieder an der frischen Luft flanierten wir hinüber zum Mönckebergbrunnen. Blickt man dort steil nach oben, entdeckt man einen Löwen, der über dem Strom der Passanten thront. Als Zeichenmotiv bringt er einige vorteilhafte Eigenschaften mit sich – im Profil lässt sich gut mit Negativräumen arbeiten. Eine einzelne Taube, die sich zwischendurch auf seinem Rücken niederließ, konterkarierte die strenge, fast schon brutale Anmutung der Figur.

Doch unser Thema sollte sich nicht auf irdische Tiere beschränken. Auch Fabelwesen und Dämonen wurden Teil unserer Skizzen. Was eine Kreatur genau zu einem Dämon macht, darüber ließe sich streiten. Fest steht jedoch, dass wir im und in der Umgebung des Hamburger Rathauses Geschöpfe zeichnen konnten, die dem klassischen Tierreich kaum noch zuzurechnen sind. Und wo wir uns ohnehin von der reinen Abbildung der Realität entfernten, konnten wir auf dem Papier gleich eigene Hybridzüchtungen erschaffen.

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