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Schnellzeichnen im Herz der Stadt

Ein waschechter Sketchwalk durch die Hamburger Neustadt braucht authentisches Hamburger Wetter. Im Wechsel von Sonne und Schauer zeichneten wir flink, indem wir mithilfe von Konturen die markante Silhouette des Michel festhielten.

Weiter ging es zum Großneumarkt, wo uns die Sonne begrüßte. Hier galt: Flächen first! Martin zeigte uns seine Technik, gleich zu Beginn mit breiten Acrylmarkern große Flächen anzulegen. Mit diesem Trick konnten wir blitzschnell prominente Elemente anlegen und den Ton der späteren Zeichnung vorgeben, was unseren Zeichnungen einen illustrativen Charakter verlieh.

Doch der nächste Regenschauer ließ nicht auf sich warten und wir suchten Zuflucht im nahegelegenen Eiscafé. Hier wärmten wir unsere klammen Hände und der Sketchwalk fand einen schönen alternativen Abschluss: Wir setzten die eben gelernte Flächen-Technik ein, um tolle Gruppenportraits zu zeichnen.

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»Können Sie zeichnen?«

Nein, aber wir haben es dennoch getan. Auf dem Flohmarkt am Spielbudenplatz St. Pauli zeichneten wir Antiquitäten, Kinderspielzeug und kuriose Kleidungsstücke. So eine Gruppe mit Skizzenbüchern fällt natürlich auf und wir blieben nicht von den obligatorisch neugierigen Fragen verschont, ob wir das denn »beruflich machen«, wo wir denn »Kunst studieren« oder eben, ob wir denn überhaupt zeichnen können?

Dass wir es doch irgendwie konnten, bewiesen wir in der ersten Aufgabe, bei der wir eine illustrativen Doppelseite mit möglichst vielen Fundstücken umsetzen sollten. Ein besonders schönes Resultat kam von Martin, dessen Fineliner-Zeichnung durch den Einsatz von neutral grauem Filzstift eine illustrative Qualität gewinnt:

Zeichnung: Martin Rathscheck

Erstaunlich war, dass wir oft ganz unabhängig voneinander dieselben Objekte zeichneten. Jeder in seinem eigenen Stil. Findet Ihr die »Doppelgänger«?

Die zweite Aufgabe forderte Erfindergeist. Wir sollten neues schaffen, indem wir drei Objekte zu einem neuen zusammenführten. Einige Beispiele unserer Erfindungen seht Ihr unten:

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Figurenzirkus

Wie schwer ist es, eine eigene Figur zu erfinden? Vergangenen Sonntag haben wir es uns “einfach” gemacht und sind die Aufgabe mit fünf spielerischen Zeichenübungen angegangen.

Wir starteten, indem wir ein Blatt Aquarellpapier mit viel Wasser benetzten und mit roter Zeichentusche eine zufällige Form hineinzeichneten. In dem unkontrollierten Farbverlauf entdeckten wir – ähnlich einer Wolke am Himmel – Figuren und Gesichter, die wir nach dem Trocknen der Tusche mit schwarzem Filzstift einzeichneten:

In der zweiten Aufgabe kombinierten wir Flächen aus Tonpapier zu Figuren und lernten die Bedeutung von prägnante Silhouetten für die Figurenentwicklung:

Eine spannende Gruppenaufgabe war das Zeichnen von bekannten Figuren allein aus der Erinnerung. Oft haben wir sehr genaue Vorstellung von den Figuren, die zu Papier gebracht dann aber einen ganz eigenen Charakter bekommen:

Eine Methode, um den Zufall mit ins Boot zu holen, nennt sich “Cadavre Exquis” und wurde 1925 von André Breton entwickelt. Ein mit einem Zickzack-Falz versehenes Blatt wird weitergereicht, wobei ohne Kenntnis der vorangegangenen Zeichnung eine Figur komplettiert wird:

Zum Abschluss bedienten wir uns noch einmal der Mehthode von Breton. Diesmal allerdings um Stichworte zu kombinieren, auf deren Grundlage wir unsere Figuren entwickelten. In diesem großartigen Beispiel von Kim bspw. aus “Wütend”, “Tanzen”, und “Sonnenbrille”:

Danke an alle, die mitgezeichnet haben, für diese tolle Ergebnisse!

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Die simpelste Zeichnung eines Wasservogels

Der Eichenpark an der Außenalster ist Hotspot unter Gänsen, Blässhühnern und anderen Wasservögeln. Wir beobachteten die Vögel aus der Nähe und zeichneten sie zunächst naturalistisch. Dabei lernten wir die typischen Bewegungen der Tiere und die Strukturen ihres Gefieders besser kennen. In kleiner Runde besprachen wir unsere Ergebnisse.

Im zweiten Schritt reduzierten wir unsere Zeichnungen auf so wenige Linien, wie nötig waren, um die das unverwechselbare Profil der Tiere sichtbar zu machen. Hierbei orientierten wir uns an Zeichnungen des amerikanischen Designers und Logo-Gestalters Paul Rand. Es war großartig zu sehen, wie wenige Striche es brauchte, um die Tiere lebendig und erkennbar abzubilden. Dank an alle, die mitgezeichnet haben, für diese großartigen Ergebnisse!

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Wasser und Farbe

Von den Elbbrücken spazierten wir am Wasser entlang in den Entenwerder Park, wo wir eine großartige Aussicht über die Norderelbe hatten. Nach einer gemeinsamen Vorstellungsrunde verteilten wir uns und fingen die Atmosphäre des Ortes aus verschiedenen Blickwinkeln mit vielen Zeichnungen von Brücken und Wasser in unseren Skizzenbüchern ein.

Anschließend ging es Richtung Entenwerder Fährhaus zum Ponton mit dem goldenen Pavillion. Hier waren wir ganz nah am Wasser und erstellten ganzseitige Aquarelle. Danke an Alle die dabei waren, für diese schöne und produktive kleine Exkursion.