Exkursion auf den Elbdeich

“Nein, keine Schafe auf dem Deich” teilte uns auf Nachfrage eine entgegenkommenden Passantin auf unserem Weg vom Bahnhof Wedel zum Lüttsandsdamm mit. Und auch wenn es zuerst so aussah als hätte sie Recht behalten, konnten wir einige hundert Meter entfernt auf dem Deich bereits die ersten Schafe ausmachen.

„Welche Form und Größe haben noch einmal die Ohren?“, „Schafe sind doch Paarhufer?“… die ungeklärten Fragen die sich uns eine halbe Stunde zuvor stellten als wir noch am Bahnhof aus dem Kopf zeichneten ließen sich jetzt auflösen. 

Die Schafe störten sich nicht sonderlich an der Beobachtung, bestanden aber geradezu vorbildlich auf einen Mindestabstand von 1,5 Meter. Wir ließen uns Zeit und arbeiteten jeweils mit unserem bevorzugtem Zeichen- und Malmaterial. In unserer Schlussrunde präsentierten wir untereinander die Ergebnisse und tauschten uns über die anatomische Merkmale der Tiere aus. Im Vergleich zu unseren Eingangszeichnungen aus dem Kopf gelangen uns erfreuliche Fortschritte. 

Sonne, Regen und Skulpturen

Wir hatten Glück. Kurz bevor wir uns letzten Sonntag am Bahnhof Ohlsdorf trafen, regnete es noch Schauer und es sah aus, als ob jeder Versuch zu zeichnen mit ruinierten Skizzenbüchern enden würde. Doch die Sonne kam doch noch heraus. Wir suchten die auf dem Parkfriedhof verteilte Skulpturen auf und hielten Sie auf Papier fest. Dass wir eine Stunde später noch von einem Wolkenguss überrascht werden sollten ahnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Im Rosengarten des Friedhofes trafen wir uns als Gruppe wieder und tauschten uns über unsere Ergebnisse aus. Nun sollten die Skizzenbücher untereinander getauscht werden und die Skulpturenzeichnungen des Gegenüber in ein neues Motiv zu verwandeln. Doch in dem Moment, in dem wir uns an die Arbeit machen wollten, kündigte sich mit Donner ein herannahender Wolkenbruch an. Ein Mausoleum in Sichtweite bot keinen schützenden Unterstand doch 100 Meter weiter fanden wir unter dem Vordach der Kapelle 4 gerade noch rechtzeitig Schutz und konnten den Workshop glücklicherweise fortsetzen:

Ergebnisse aus dem Rapport-Workshop

Rapport-Workshop-Planten-un-Blomen-2020-10

Für die Erstellung von Endlosmustern – unser Thema im Rapport-Workshop am vergangenen Sonntag – sind Motive aus der Pflanzenwelt aufgrund ihrer organischen Strukuren besonders geeignet. Wir trafen uns daher in Planten un Blomen, teilten uns in kleine Teams auf und sammelten zwischen den Wasserkaskaden, den Bürgergärten und dem Rosengarten kleine Motive wie Blüten, Halme oder Blätter und zeichneten sie in unseren Skizzenbücher bis jeder ein Sammelsurium an Motiven angelegt hatte.

Um aus den gesammelten Elementen Endlosmuster bzw. “Rapporte” zu erstellen, mussten diese auf quadratische Kärtchen übertragen werden, die schrittweise zerschnitten und neu zusammengeklebt wurden. Die fertigen Karten haben wir anschließend abfotografiert und in eine App übertragen die die Karte in unendlicher Wiederholung aneinanderreiht.

Rapport-Workshop-Planten-un-Blomen-2020-11
Eine fertige Musterkarte

Einige Muster die wir direkt vor Ort umgesetzt haben:

Wer wissen möchte, wie die von uns angewandte Technik der Rapport-Erstellung funktioniert, findet unter dem folgenden Link eine Anleitung: hier klicken. Die App die wir verwendetet haben heißt “Patternator” und ist kostenlos für iOS und Android verfügbar.

Noch bessere Ergebnisse lassen sich erreichen, wenn man zuvor über eine Tonwertkorrektur den Hintergund der Karten in ein einheitliches Weiß umwandelt. Wer eine Möglichkeit kennt dies automatisch auf dem Smartphone umzusetzen, schreibe gern an: info@skizzensafari.de

Eindrücke vom Zeichenspaziergang am Elbstrand Blankenese

Zeichenspaziergang-Elbstand-Blankense_2020-26

Bei über 30 Grad Wärme schlichen wir uns durch das verwinkelte Blankeneser Treppenviertel hinunter, landeten kurz ungewollt in einem privaten Vorgarten, erreichten dann aber unser Ziel, den Bootsanleger. Dort beobachteten wir das Wellenspiel, das von an- und ablegenden Booten immer wieder in neue Bewegung gebracht wurde und übertrugen unsere Beobachtungen mit dem Stift als Strukturen in unsere Skizzenbüchern.

Entlang des Ufers ging es für uns anschließend auf den alten Leuchturm Unterfeuer, von dessen Aussichtsplattform wir die weite Sicht mit Aquarellfarben festhielten.

Über den Strand, der vor Badegästen wimmelte, gelangten wir kurz vor dem alten Altonaer Wasserwerk zu einem kleinen Plateau auf dem wir unsere Malsachen auspackten und kleinformatige Aquarellpanoramen von der Sicht auf Strand und Elbe malten.

Sonntag 09. August 16:30 Uhr – Zeichenspaziergang am Blankeneser Elbufer

Am Sonntag den 09. August treffen wir uns zu einem kleinen Zeichenspaziergang am Blankeneser Elbstrand. Dabei experimentieren wir, wie sich Wasser zeichnerisch darstellen lässt und werden uns auch an Wasser- bzw. Aquarellfarben versuchen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Anmeldung und weitere Infos auf der Veranstaltungsseite

Zweiter Zeichen-Besuch im Eichenpark

Dieses Mal waren die Graugänse im Eichenpark noch kooperativer und verweilten länger auf der großen Wiese. Mit etwas Brot bestochen näherten Sie sich bis unter eine Armlänge was uns erlaubte auch sonst verborgene Details wie Sporen, Zähne und Zunge der Vögel zu beobachten und in unseren Skizzenbüchern festzuhalten.