Nächste Termine

Nächste Termine

In der japanischen Tuschezeichnung findet sich etwas, das in den Gemälden der westlichen Welt oft fehlt: die freie Fläche, der Negativraum – kurzum, das bewusste Freilassen. Welcher Ort wäre dafür geeigneter als der japanische Garten in Planten un Blomen?


Um uns diesem Negativraum anzunähern, gab Martin uns zunächst eine Aufgabe mit auf den Weg: Mit nur drei Strichen Spannung auf das Blatt zu bringen. Dass wir kurz darauf noch ein viertes Element auf die bereits fertige Seite setzen sollten, stellte so manches Konzept auf den Kopf und veränderte unsere sorgsam angelegten Bildkompositionen grundlegend.


Mit dieser gedanklichen Übung im Hinterkopf widmeten wir uns anschließend den Motiven des Gartens. Zunächst arbeiteten wir ausschließlich mit schwarzer Farbe, später dann ohne weitere Einschränkungen. Die freie Fläche blieb dabei ein wesentlicher Bestandteil unserer Zeichnungen – nicht weniger wichtig als die gesetzten Linien selbst.






Es sind noch viele weitere Bilder entstanden, doch gegen Ende gab der Akku meines Smartphones auf. Aber haben wir nicht ohnehin nur für den Moment gezeichnet?

Unbemerkt von der Hochbahnwache haben wir heute eine Pop-Art-Gallerie neben dem Elbtower in der Station „Elbbrücken“ eröffnet. Mit frischen Gouache-Drucken aus lokaler Produktion.


Cutter, Lineal und Pizzakarten reichen, um sich einen analogen Motivsucher zu bauen. Freundlicherweise hat die Hochbahn diese tollen Arbeitstische gebaut.

Naheliegend: Den Motivsucher als Schablone für die Galerie im Skizzenbuch nutzen (Petersburger Hängung):




Endlich die Hände schmutzig machen. Mit Gouache in Zitronengelb, Dunkelblau und – wie versprochen – Signalrot. Mit Schwämmen und Schablonen zu Drucken klappt zwar, doch nächstes Mal werden wir es mit Rollen probieren.




Kann es einen besseren Hintergrund für die Drucke geben als dieses Schiefergrau?




Und nach 30 Minuten Trockenzeit war der Spuk auch wieder spurlos verschwunden und der Ort seiner zweckdienlichen Verwendung freigegeben (Umstieg von U4 zu S3/S6)
Auf den ersten Blick scheinen die Knie von Gänsen und anderen Wasservögeln nicht nach vorne, sondern nach hinten gebogen – eine optische Täuschung: Das Federkleid verbirgt den Oberschenkel, und wer auf einem Bein steht, lässt das andere schlicht komplett verschwinden.
Wir waren heute ganz nah an Sippe von ca. 100 Graugänsen am Alsterufer, haben zunächst anatomischen Details aufgezeichnet und uns anschließend über unsere Beobachtungen ausgetauscht.






Auf dem billigsten Papier entstehen oft die besten Zeichnungen. Wir haben bewusst das teure Büttenpapier zu Hause gelassen um die berühmte „Angst vor dem weißen Blatt“ abzulegen und ohne Rücksicht viele Zeichnungen auf Papier zu bringen.





Besonderen Dank an Adrienn für die tollen Fotos.
Knackiges Blättergrün empfing uns gestern zur Skizzensafari „Reise nach Edo“. Der Titel war natürlich sprichwörtlich zu begreifen: Nicht Edo (das japanische Pendant zu Florenz im alten Europa als Pilgerstätte der Künstler) war das Ziel, sondern der symbolische Weg dorthin. Martin lockte uns mit seinen Aufgaben gezielt aus unserer Komfortzone: „Flächen zuerst“ hieß es zum Beispiel oder „keine einzelnen Blätter zeichnen“.






Dabei half uns als kleines Hilfsmittel ein Foto-Diarahmen mit eingefärbten Glas. Ein Blick durch diesen verstärkt die Kontrastwahrnehmung und vereinfachte es uns, uns ganz auf die Flächen zu fokussieren.




Und dann erreichten wir tatsächlich doch noch Edo. Zumindest erinnerten die flachen weißen Mauern im Apothekergarten in ihrer Architektur an klassische japanische Tsuchibei-Mauern.





