Der Zoobesuch lässt sich sparen. Auch eine Fernreise ist nicht nötig, um den Tieren der Welt zu begegnen. Sie sind bereits unter uns – dort, wo wir sie am wenigsten erwarten: in der Hamburger Altstadt.
Unsere Skizzensafari beginnt im Levantehaus, wo wir die Tiere in den naturgetreuen Friesen des Bildhauers Barry Baldwin abzeichnen. Auch eine Filiale der Firma Steiff bietet reichlich flauschiges Anschauungsmaterial.








Wieder an der frischen Luft flanierten wir hinüber zum Mönckebergbrunnen. Blickt man dort steil nach oben, entdeckt man einen Löwen, der über dem Strom der Passanten thront. Als Zeichenmotiv bringt er einige vorteilhafte Eigenschaften mit sich – im Profil lässt sich gut mit Negativräumen arbeiten. Eine einzelne Taube, die sich zwischendurch auf seinem Rücken niederließ, konterkarierte die strenge, fast schon brutale Anmutung der Figur.




Doch unser Thema sollte sich nicht auf irdische Tiere beschränken. Auch Fabelwesen und Dämonen wurden Teil unserer Skizzen. Was eine Kreatur genau zu einem Dämon macht, darüber ließe sich streiten. Fest steht jedoch, dass wir im und in der Umgebung des Hamburger Rathauses Geschöpfe zeichnen konnten, die dem klassischen Tierreich kaum noch zuzurechnen sind. Und wo wir uns ohnehin von der reinen Abbildung der Realität entfernten, konnten wir auf dem Papier gleich eigene Hybridzüchtungen erschaffen.







